wahrsagen@meinhpw.de

 

  1. Stunde  
 

 

 

 
 

Wie schön, euch allen nun auch von Angesicht zu Angesicht zu begegnen!


Ihr habt, indem ihr das Fach "Wahsagen" gewählt habt, eine Entscheidung mit Zukunft getroffen! Womöglich aber besitzen nicht alle das "Innere Auge", seid also nicht enttäuscht, wenn sich die wahren Tiefen dieser Kunst noch im Nebel verbergen. Ihr werdet bei mir lernen, Euren Geist zu befreien und auf vielfältige Weise in das Mysterium der Zukunftsdeutung vorzudringen.

Wir beginnen in diesem Schuljahr mit einer vergleichsweise einfachen Methode, einen Blick in die Zukunft zu werfen - später wird das Vorgehen jedoch deutlich komplexer und anspruchsvoller... Aber nun, ja... nun wollen wir beginnen!

Wahrsagen mit Teeblättern – also die Tasseographie - gehört zu den ältesten Formen der Wahrsagekunst. Sie ähnelt der Kaffeedomantie, also dem Lesen aus dem Kaffeesatz.

Anders als die Kaffeedomantie, die wohl im Mittelalter im Orient entstanden ist, hat das Lesen aus den Teeblättern seinen Ursprung im mitteleuropäischen Raum, manch einer glaubt aber auch, dass sie aus China stammt..Aber ich will euch nicht mit zu vielen banalen Details quälen, denn letztendlich war die Mystik und die Kraft der Teeblätter schon immer vorhanden. Kommen wir also direkt zum praktischen Teil.

Wir gehen das Ganze recht zwanglos an. Es gibt natürlich auch einige „festgefahrene“ Menschen, die sich sogar als „Experten“ bezeichnen, die auch die Kunst des Teeblätterlesens in starre Regeln drängen wollen. Sie schreiben uns vor, welche Teesorte und welche Art von Tassen wir zu verwenden haben. Vergesst das alles, falls ihr jemals davon lest. Folgt lieber eurer Intuition, lasst euch von eurem Geiste leiten! Wichtig ist nur, dass ihr die Tassen gut schwenken könnt! Oh, und natürlich solltet ihr immer ganze Teeblätter verwenden. Nun, wenn ihr euch vollkommen unsicher seid, was die Teesorte angeht, so tut ihr euch vielleicht am leichtesten, wenn ihr eine wählt, die möglichst wenig Teestaub enthält. Bei chinesischem Tee ist dies der Fall.

So, hier habe ich euch schon einmal genügend Wasser zum Kochen gebracht. Werft einige Teeblätter in eure Tasse und füllt die Tasse dann mit kochendem Wasser. Nein, kein Filter oder Beutel, die Blätter werden einfach so in die Tasse geworfen. Achtet darauf, dass ihr so viele Blätter wie möglich verwendet, ohne dass der Tee ungenießbar wird. Und nun trinkt den Tee. Denkt daran, dass man immer die Zukunft desjenigen lesen kann, der ihn getrunken hat. Halt, nein, nicht ganz austrinken! Ein kleiner Schluck muss in der Tasse zurückbleiben. Ja, so ist's recht.

Nun will ich nicht verhehlen, dass das richtige Schwenken einiger Übung bedarf. Normalerweise entwickeln die Freunde des Teeblatt-Lesens nach einiger Zeit ein eigenes, festes Ritual, sie schwenken beispielsweise 3x im Kreise von links nach rechts. Achtet darauf, dass ihr immer mit eurer Zauberstabhand schwenkt! Wenn ihr euch zu unsicher seid, könnt ihr auch den Inhalt der Tasse auf eine Untertasse stürzen und warten bis der Tee abgelaufen ist. Seht ihr, so.....

Egal ob ihr schwenkt oder stürzt, entscheidend ist am Ende das Muster, in dem sich die Teeblätter verteilen. Spätestens jetzt muss euer inneres Auge erwacht sein! Macht euch frei von allem Störenden und erweitert euren Geist! Jaaa! Für die Engstirnigen unter euch mag es ein dunkler Haufen nasser Blätter bleiben, doch wer sich dem Spirituellen öffnet, kann darin seine Zukunft lesen!

Seht ihr, hier? Ein Baum, das bedeutet Gesundheit! Und dort, die Hand! Du kannst also Hilfe erwarten!

Ja, bitte? Ach, woher ich das weiß? Seht mal in euer Lehrbuch ....

 

   (Kapitel 1)  oder nehmt Euch, wenn ihr nicht lange suchen wollt, meine Notizen zur Hilfe.

 

Dort findet ihr eine Übersicht über die Symbole, die euch bei der Tasseographie begegnen. Schon bald müsst ihr zur Deutung nicht mehr in Büchern nachschlagen, aber am Anfang mag es euch noch eine Hilfestellung sein.

Ach herrje, da ist diese kurzweilige Stunde schon wieder vorbei. Aber ich sehe, wie fasziniert ihr jetzt schon nach diesem kurzen Einblick seid! So wird euch meine Hausaufgabe sicher ein Vergnügen bereiten:

 

         Hausaufgabe:

 

  • Nimm dir Zeit und führe eine Teeblattlesung durch. Beschreibe diese in einem kurzen Aufsatz, mit Schwerpunkt darauf, was du in den Teeblättern gesehen und herausgelesen hast.

  • Freiwilliger Bonus: Zeichne des Satz deiner Teetasse genau ab und beschrifte die Stellen, die du als Symbol erkannt hast dementsprechend.

 

Tasseographie in eurem Muggelzuhause:

Ihr braucht:

  • lose Teemischung (z. B. gewöhnlicher Schwarzer Tee aus dem Supermarkt - KEINE Teebeutel!!!)
  • Kochendes Wasser
  • Teetasse, am besten mit gerundetem Boden

Normalerweise würdet ihr die Teemischung in einen Sieb, Filter o. ä. geben, damit ihr keine Teekrümel mittrinkt. Bei einer Tasseographiesitzung müsst ihr darauf aber verzichten. Gebt den Tee lose in die Tasse (nicht zuviel) und verzichtet auf Zucker, Zitrone o. ä. (auch wenn es euch nicht schmeckt, aber es würde das Ergebnis verfälschen). Gebt dann das kochende Wasser darüber, lasst den Tee kurz ziehen (je nach Geschmack) und trinkt ihn dann. Der Teesatz sammelt sich auf dem Boden und kann nun gedeutet werden (Hinweise im Unterricht beachten, wie z. B. einen Rest Tee in der Tasse lassen, Tasse schwenken etc.).

 

 

von Prof. Bonnie Weasley

 


 
 

 

2. Stunde

 
 

 

Nachdem ihr durch die Tasseographie schon erste Erfahrungen mit der Kunst des Wahsagens sammeln konntet, widmen wir uns heute einer ganz anderen Methode. Ihr braucht keine Hilfsmittel, keine Symbolübersicht... nur ein wenig Erfahrung, Gespür, Intuition und eine kleine Hilfestellung von mir zur Interpretation.

Unser neues Unterreichtsthema lautet Chiromantie! Jaaa! Oh... ihr seht etwas verwirrt aus... Weiß denn niemand, worum es dabei geht? Aaah, Miss Brown? Ja, sie haben völlig recht, damit ist die Kunst des Handlesens gemeint! Oh, ich möchte aber an dieser Stelle gleich Missverständnissen vorbeugen. Die Chiromantie beschäftigt sich mit der Zukunftsdeutung, während die Chiromantie, eine andere Variante, mit der Charakterdeutung beschäftigt.

Die Entstehungsgeschichte könnt ihr in einer ruhigen Minute im Lehrbuch nachlesen, ich erkläre euch heute lediglich den praktischen Umgang mit der Chirologie. Setzt euch nun paarweise zusammen. Nun betrachtet die Handinnenfläche eures Gegenübers. Es ist übrigens durchaus nicht egal, welche Hand ihr betrachtet.

In der linken Hand könnt ihr erkennen, welchen Weg das Schicksal für euch vorgesehen hat, also eure ursprüngliche Zukunft. In der rechten Hand zeigt sich, was bereits daraus gemacht wurde oder welche Auswege und Änderungen noch möglich sind. Erscheint eine Linie in beiden Händen gleich, so ist dieser Teil der Zukunft so gut wie unvermeidlich!

Ihr Gegenüber sollte nun die Hand flach ausstrecken. Nein, nicht so, die Handfläche muss schon nach oben zeigen, wie wollt ihr denn sonst die Linien erkennen? Wenn die Hand gestreckt ist, lassen sich die Hauptlinien gut erkennen. Sobald ihr dazu übergeht, die feineren Linien zu deuten, ist es sinnvoll, die Hand und die Finger leicht zu krümmen.

Die Linien unserer Hand haben jeweils eigene Namen und Bedeutunten. Ich habe euch hier eine Übersicht mitgebracht:

 

Die genauen Bedeutungen und Interpretationsmöglichkeiten der Linien könnt ihr im Kapitel 2 des Lehrbuchs       oder in meinen Notizen nachlesen.

 

Die drei wichtigsten Handlinien sind:

  • Die Lebenslinie: An ihr erkennt man die Ausprägung der Lebenskraft und nicht die Dauer, wie viele Laien irrtümlich glauben.
  • Die Kopflinie: Sie gibt Aufschluß über Intelligenz, Nerven und Widerstandskraft.
  • Die Herzlinie: In ihr kann man die Ausprägung von Gefühlen und damit verbundene Schicksale ablesen.

 

Daneben gibt es aber - wie ihr seht - noch viele weitere Linien, die natürlich alle ihre eigene Bedeutung haben.

Ja, die Chiromantie ist schon ein wenig komplizierter als die Deutung von Teeblättern, aber wie ich sehe, haben einige von euch wirklich Talent! Man könnte sich den ganzen Tag damit beschäftigen, nicht wahr? Nun, das dürft ihr auch, denn auch heute habe ich eine kleine Hausaufgabe für euch:

 

 
 

Hausaufgabe:

 

  • Suche dir einen Mitschüler und lies ihm aus der Hand. Zeichne seine Hand samt der drei wichtigsten Linien auf, beschrifte diese und erkläre anhand meiner Notizen oder des Lehrbuchs, was du in seiner Hand „gelesen“ hast.

 

von Prof. Bonnie Weasley

 

 



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