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Wie schön, zu sehen, dass ihr die Ferien unbeschadet überstanden habt... aber das wusste ich natürlich vorher! Sicher erinnert ihr euch noch gut an das vergangene Jahr, aber ich will euch jetzt gerne einige neue Formen der Wahrsagerei näherbringen.

Wir widmen uns im ersten Halbjahr ganz der Felidomantie! Ist das nicht herrlich?.... Oh,.... wieder einmal ratlose Gesichter. Also gut, dann werde ich von vorne beginnen: Felidomantie - Das ist die Kunst, die Zukunft mit Hilfe von Katzen vorauszusagen. Ja, ihr habt richtig gehört - Katzen!

Ich habe mir zu diesem Zwecke dieses wunderschöne Tier hier als Gast eingeladen - ihr Name ist Wanda und es ist eigentlich die Katze von Madam Pomfrey. Ich wollte Mr Filch nicht um Mrs Norris bitten, das könnt ihr sicher nachvollziehen. Während Wanda sich hier schon sichtlich wohl fühlt.... oh nein, nicht die Teetassen.... puh.... also, ... wo war ich?... Ach ja, richtig... Also die Felidomantie ist eine der ältesten und zugleich schwierigsten Varianten der Divination.

Katzen, das ist ja gemeinhin bekannt, können Dinge wahrnehmen, die unsere Vorstellungskraft weit übersteigen! Auch die alten Ägypter haben dies schon erkannt und die Katze zur Gottheit erhoben.

Nun, im Gegensatz zu anderen Formen der Wahrsagerei sind wir bei der Katze ganz auf deren Willen angewiesen. Wir können nicht einfach mit dem Finger schnipsen und schon sagt sie uns die Zukunft voraus - oh nein. Wir müssen sie beobachten, ihr Verhalten studieren und interpretieren und daran erkennen, wann sie uns eine Botschaft zukommen lässt. Die Felidomantie erfordert sehr viel Erfahrung mit der Divination, weshalb ihr auch erst jetzt, in der 4. Klasse damit konfrontiert werdet.

Ich zitiere an dieser Stelle das Lehrbuch:

 

"Katzen werden ihnen weniger Zukünftiges prophezeien, denn auf Vorhandenes und Verborgenes hinweisen. So kann sie noch nicht diagnostizierte Krankheiten beim Menschen erkennen und ihre Anwesenheit kann sich sogar heilend auswirken. Auch hat sie ein Gespür für Magie und für die Geisterwelt.

Weicht die Katze einem Menschen nicht mehr von der Seite, wird dies gemeinhin als Todesomen für diese Person gedeutet. Antipathien der Katze gegen einen Besucher sollten Sie ernst nehmen - möglicherweise ist er Ihnen nicht so wohlgesonnen, wie er vorgibt."

 

Oh, ...warum faucht Wanda denn plötzlich? ...Chrm Chrm... Mr Crabbe, würden sie bitte das Goldpendel wieder zurück auf seinen Platz legen! Also wirklich! Danke, Wanda....

Ihr seht also - ein freier Geist, ein waches inneres Auge und hohe Aufmerksamkeit sind unabdingbar, wenn man sie die Felidomantie zunutze machen will. Um zu überprüfen, inwiefern ihr diesen hohen Anforderungen gewachsen seid, möchte ich euch eine kleine Hausaufgabe aufgeben:

 

Hausaufgabe:

Beobachtet eure eigene Katze (oder, wenn ihr keine habt, die eines Mitschülers) über mehrere Tage. Achtet insbesondere darauf, wie sie sich anderen Menschen gegenüber verhält. Verfasst einen kleinen Bericht darüber, inwieweit das Verhalten der Katze auf die Vertrauenswürdigkeit der jeweiligen Personen hinweist.

 

von Prof. Bonnie Weasley


 
 
 

 

 

2. Stunde

 
     
 

Es gibt Themen, mit denen man mühelos ein ganzes Jahr - oder sogar mehrere Jahre - des Unterrichts füllen könnte. Leider fehlt uns die Zeit. Doch vielleicht kann ich euch diesmal die Astrologie zumindest ein klein wenig nahe bringen... die wahren Seher unter euch werden sich sicher auch gern in ihrer Freizeit damit beschäftigen.

Ich möchte auch gar nicht lange drum herum reden. Die Astrologie ist für die Freunde der Divination nicht nur unverzichtbar, sondern zugleich auch eine der häufigsten Formen der Wahrsagerei überhaupt. Ähnlich wie das Tarot wird sie auch gern von Muggeln genutzt, wenngleich häufig auf eine eher naive und unvollkommene Weise. Was sagt denn unser Lehrbuch zur Astrologie? Hier, ich lese es euch vor:

Einfach formuliert, deutet die Astrologie das Schicksal anhand der Positionen der Himmelskörper. Grundlagen hierfür sind das Horoskop, die Tierkreiszeichen, Aspekte von Sonne, Mond und Planeten aus geozentrischer Sicht, Häuser und Felder und je nach Ausrichtung auch einzelne Sterne.

Die als Horoskop bezeichnete Konstellation der Planetenpositionen zu einem bestimmten Zeitpunkt ist Basis einer Deutung mit weissagendem Charakter, wobei hierbei aber festgesetzte Regeln gelten. Beispielsweise können aus dem Horoskop zum Geburtszeitpunkt einer Person nicht nur Rückschlüsse auf Wesen und Charakter gewonnen, sondern auch Voraussagen über Schicksal und Werdegang getroffen werden.

Ihr seht also - das Horoskop ist nicht die eigentliche Deutung der Gestirne, sondern genaugenommen die Grundlage dafür. Trotzdem wird die Interpretation in der Regel auch als Horoskop bezeichnet.

Die klassische Astrologie kennt sieben Gestirne: Mond, Merkur, Venus, Sonne, Mars, Jupiter und Saturn, die über die Tierkreiszeichen herrschen. In neuerer Zeit werden auch Uranus, Neptun und Pluto miteinbezogen, gelegentlich sogar weitere Zwergplaneten und Asteroide wie Ceres und Vesta. Es herrscht ein enges Zusammenspiel zwischen diesen Gestirnen, zugehörigen Tierkreiszeichen und diesen zugeschriebenen Eigenschaften.

Der Einfachheit halber werden Horoskope in der heutigen Zeit meist als Kreis dargestellt. In diesem wird eine bestimmte Planetenkonstellation gewissermassen symbolisch dargestellt.


Unterteilt wird dieser Kreis in zwölf gleiche Segmente, die in dieser Form als "Häuser" oder "Felder" bezeichnet werden. Sie nehmen oft Bezug auf die zwölf Tierkreiszeichen, je nach Häusersystem entsprechen sie diesen zuweilen auch direkt. Die Häuser stehen für die verschiedenen Lebensbereiche. Das Horoskop ist also nicht nur in die Häuser, sondern auch in die Tierkreiszeichen unterteilt.

Nun werden die Planeten, Sonne und Mond eingezeichnet. Die Winkel zwischen ihnen, die durch gedachte oder auch eingezeichnete Verbindungslinien enthalten sind, nennt man "Aspekte".

 

Leider ist die Stunde schon vorbei und wir sind - wie befürchtet - nicht mehr zu der eigentlichen Deutung eines Horoskopes gekommen. Dennoch hattet ihr jetzt einen kleinen Einblick in die Astrologie. Diesen werdet ihr sicher durch eure Hausaufgaben noch vertiefen.

 

Hausaufgabe:

Fertige eine Übersicht über die Tierkreiszeichen an. Darin sollen der gebräuchliche (deutsche) Name, der lateinische Name, das zugehörige Element und je ein bis zwei für das Tierkreiszeichen typische Eigenschaften enthalten sein.  Es gibt extra Punkte, wenn du es schaffst, auch noch die entsprechenden Symbole einzufügen und/oder dein eigenes Tierkreiszeichen malst.

 

 

von Prof. Bonnie Weasley

 

 
     

 



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