wahrsagen@meinhpw.de

Zu diesem UTZ-Kurs sind folgende Schüler zugelassen:

  • Lady Mystery aus Ravenclaw
  • Ciara Spatz aus Ravenclaw
  • Mitch aus Hufflepuff

 

1. Stunde

 

 
  Willkommen! .... Willkommen in der 6. Klasse! Ich freue mich, dass ihr auch in diesem Jahr dem Wahrsagen treu geblieben seid! Ihr werdet euch freuen, zu hören, dass wir auch diesmal wieder neue Formen der Mystik kennenlernen. Also lasst uns nicht länger warten...

 

 

 

Zunächst beschäftigen wir uns mit einer Variante der Elemente-Divination, das bedeutet, dass man mit Hilfe der Naturelemente die Zukunft vorhersagen kann. Unser Interesse gilt in diesem Falle den Feueromen - also der Pyromantie.

Und was genau ist die Pyromantie? Ich lese euch hier einmal einen Auszug des entsprechenden Kapitels aus dem Lehrbuch vor:

"Auch bei der Pyromantie gibt es unterschiedliche Varianten. Grundsätzlich wird ein bestimmtes Material verbrannt, und die dabei entstehenden Flammenformen, aber auch Symbole in Rauch (Kapnomantie) oder Asche (Tephormantie) gedeutet. So spricht man beim Verbrennen von Salz von der Alomantie, Desweiteren gibt es die Botanomatie (z. B. Verbrennen eines Papyrusblattes), die Osteomantie (Knochen) oder auch Plastromantie (Schildkrötenpanzer), Scapulimantie (Schulterblattknochen) und Sideromantie (glühendes Eisen auf Stroh). Wird kein bestimmtes Material verbrannt, wird der Begriff Kausinomantie verwendet. Nicht immer wird das Material vollständig verbrannt, auch die Erhitzung oder das „zum Glühen bringen“ entspricht der Pyromantie."

Oh, kein Grund, so entsetzt drein zu blicken. Ihr müsst euch all diese Fremdwörter vorläufig nicht merken, jedenfalls nicht vor der nächsten Prüfung. Um es euch ein wenig einfacher zu machen, beschränken wir uns in der heutigen Stunde auf das Deuten von Feuer und Rauch und wählen als Brennmaterial diese getrockneten Alraunenblätter. Wer aufgepasst hat, kann mir sicher jetzt noch einmal die zugehörigen Fachbegriffe nennen.... Ja, bitte?

Richtig! Kapnomantie ist die Rauchdeutung und Botanomatie beschreibt den Brennstoff auf pflanzlicher Basis.

Ihr müsst nun vorsichtig sein, ich sehe im Nebel der Zukunft schon, dass es auch heute wieder einige Brandblasen zu beklagen geben wird.

Jetzt nimmt sich jeder ein paar dieser Blätter und eine Feuerschale. Gut so. Legt zunächst nur ein Blatt in die Schale und entzündet es. Nein, nicht mit dem Streichholz! Ihr seid Hexen und Zauberer! Ja... genau. "Incendio" ist völlig ausreichend. Oh, was sehe ich da, das ist doch... ach, nein, deutet es lieber selbst. Konzentriert euch auf die Flammen und ihr werdet die unterschiedlichsten Formen erkennen. Wer sich damit noch zu schwer tut, schafft es vielleicht besser, zuerst die Rauchgebilde zu interpretieren.

Ach, ihr wisst nicht, wie? Nun, bei der Pyromantie gelten im Grunde folgende Interpretationsregeln:

  • Klare und ruhige Flammen ohne Rauch oder Ton sind ein Zeichen für Glück und Zufriedenheit in der Zukunft. Selbiges gilt auch für glühende Kohlen, die z. B. das Brandmaterial bei der Salzverbrennung bilden können.
  • Windmühle/Quelle: Wandlung zum Guten.
  • Blumen: eine nahende Enttäuschung oder ein Fehlschlag
  • Wird zusätzlich Pech ins Feuer geworfen und verbrennt dieses schnell, ist dies ein gutes Omen.
  • Grundsätzlich schlechte Omen (Schwierigkeiten) werden durch Störungen wie starken Wind, aber auch schlecht brennendes Feuer oder schwer zu bändigendes Feuer hin. Ersticken die Flammen völlig, muss von einer Katastrophe ausgegangen werden.
  • Biegen sich die Flammen, kann man daraus weissagen, dass einen Gesunden eine Krankheit erwartet, ein Kranker jedoch hat mit dem Tod zu rechnen.
  • Gleicht das Feuer einer Fackel mit einem Endpunkt, verheißt dies Gutes. Bei mehreren Endpunkten geht man von einem schlechten Vorzeichen aus.
  • Weitere Symbole und Deutungen können auch aus der Übersicht der Symbolbedeutungen übernommen werden.

 

Nun, das scheint ja schon recht gut zu funktionieren. Jetzt habe ich aber noch eine ganz spezielle Hausaufgabe für euch.

Hausaufgabe:

Kommt dazu alle einmal an meine Feuerschale und seht zu, wie ich dieses Holz verbrenne. Ja, richtig, ich habe noch magisches Salz darüber gegeben, um die Flammenwirkung zu erhöhen. Wie ihr seht, steigt dadurch auch sehr bildhafter Rauch auf.

Jetzt zu den Aufgaben:

1. Welche Art der Pyromantie und der Pyromantie-Deutung wird hier angewandt?

2. Interpretiere Flammen und Rauch anhand der erklärten Regeln und des Symbolbedeutungskataloges und fasse deine Ergebnisse in einem kurzen Aufsatz zusammen.

 

HPW weist darauf hin, dass die Pyromantie nicht zu Hause ausprobiert werden sollte, da spezielle Feuerschalen, der richtige Brennstoff und bestimmte vorherige Sicherheitsmaßnahmen nötig sind! Pyromantie darf überdies hinaus (also selbst, wenn Materialien und Vorsichtsmaßnahmen korrekt sind) ausschließlich im Beisein Erwachsener durchgeführt werden!

von Prof. Bonnie Weasley

 


 

 


 

 
 

 

2. Stunde

 

 
 

Unser zweites Halbjahr steht ganz im Zeichen des Tarot!

Nein, nein, nein... nennen Sie es bitte nicht "Kartenspiel"! Mit einem Spiel hat es gar nichts zu tun, egal wie sehr es von Unwissenden oft belächelt wird. Die Tarotkarten würden eigentlich genug Lehrstoff für ein ganzes Schuljahr bieten, doch leider fehlt uns die Zeit. Deshalb lasst uns gleich anfangen!

Unter Zuhilfenahme dieser wundervollen Karten und ihrer zahlreichen Legesysteme können aktuelle Situationen beurteilt werden, doch dem geübten Geiste ist auch der Blick in die Zukunft möglich. Hier ein Auszug aus dem Lehrbuch:

 

Ein normales Tarotdeck enthält 78 Karten, die in zwei Gruppen gegliedert werden:

  • 22 Karten der großen Arkana
  • 56 Karten der kleinen Arkana

Die großen Arkana beziehen sich in erster Linie auf die persönlich geistigen Aspekte, Entwicklungen und übergeordneten Einflüsse, während die kleinen Arkana eher die äußeren Alltagsangelegenheiten betreffen.

In beiden Gruppen sind sogenannte Personenkarten enthalten, die sich entweder auf eine Person beziehen oder auf Vorgänge und Ereignisse hinweisen, die durch diese Person ausgelöst werden können.

Wichtig für uns sind nun zwei Schritte:

  1. Die Deutungstechnik
  2. Das Legesystem.

Eine komplexe und vollständige Gliederung der Deutungstechnik findet ihr im Lehrbuch:

Für unsere Unterrichtsstunde soll es jedoch genügen, wenn ihr die Karten nur anhand des Bedeutungskataloges deutet.

Als Legesystem möchte ich euch für den Einstieg die Wochenlegung nahebringen:

 

In der Wochenlegung werden ausschließlich die Karten der "Großen Arkana" verwendet!

Legt die Karten beginnend bei 1 - und nun in der Reihenfolge der Wochentage, also 1, 4, 7, 3, 6, 2 und 5. Zuletzt legt ihr eine achte Karte in die Mitte des Heptagramms. Sie interpretiert das Thema der Deutung. In unserem Beispiel wird die Legung an einem Freitag durchgeführt und beginnt somit bei 1- Samstag.

Beispiel: Stelle eine nicht zu konkrete Frage zum Verlauf der nächsten Woche - wie etwa "Wie steht es um meine Gesundheit?". Die Karte "S" in der Mitte gibt darauf eine grundsätzliche Antwort. Die Einzelkarten erklären dir für jeden einzelnen Tag, was dich diesbezüglich erwartet.

Du kannst sie anhand des erwähnten Bedeutungskataloges interpretieren.

 

Oh, ich sehe schon, wie euch die Köpfe rauchen! Es wird also Zeit, die trockene Theorie hinter uns zu lassen und zur Praxis überzugehen. Aber was ist das? Die Stunde ist schon zu Ende? Ach herrje.... nun, dann werdet ihr eure ersten praktischen Tarot-Erfahrungen eben als Hausaufgabe sammeln. Denkt daran, dass das Lehrbuch euch dabei eine große Hilfe sein kann!

 

Hausaufgabe:

  1. Stelle eine allgemeine Frage zur kommenden Woche und führe eine Wochenlegung mit der "Großen Arkana" durch. Notiere kurz, wie deine Frage durch das Tarot beantwortet wurde.
  2. Suche dir eine der gelegten Karten heraus und beschreibe sie näher. Wenn du möchtest, darfst du sie auch gern zusätzlich zeichnen!

 

 

von Prof. Bonnie Weasley

 

 



Gratis Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!